Thema Ölkatastrophe – Deepwater Horizon

Bei der Deepwater Horizon handelte es sich um eine Ölbohrplattform im Golf von Mexiko, diese Plattform wurde 2001 bereitgestellt. Im Auftrag vom Leasingnehmer BP betrieb die Firma Transocean die Plattform für Ölbohrungen in ca. 1500 Meter tiefen Gewässern. Die Ölbohrplattform bohrte seit Februar 2010 84 Kilometer südöstlich von Venice, Louisana das Macondo-Ölfeld an, um dieses zu erkunden. Am 20.04.2010 kam es zu einer Explosion auf der Deepwater Horizon, dieser Explosion folgte ein Brand. Es konnten 115 Arbeiter gerettet werden und leider blieben 11 Arbeiter vermisst. Die Bohrinsel konnte von den eingesetzten Löschbooten nicht gerettet werden, die Plattform sank am 22.04.2010. Durch das austretende Öl aus dem Bohrloch kam es zu einer Ölpest im Golf von Mexiko, diese Ölpest zählt zu einer der schwersten Umweltkatastrophen in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Die USA erhielt zunächst aufgrund der schwerwiegenden Folgen ein sechsmonatiges befristetes Verbot für Tiefseebohrungen.

Die Ölpest im Golf von Mexiko, hält immer noch an und bis zum Zeitpunkt Ende Mai sind mindestens mehrere 100.000 Tonnen Öl in die Umwelt gelangt. Es wurden bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen um die Ölpest und den Ölaustritt zu stoppen. Berufstaucher können hier leider nicht viel helfen, denn sie können weder mit Hydreliox noch unter der Anwendung eines Panzertaucheranzugs tiefer als ca. 700 Meter tauchen. Alle Maßnahmen müssen aus diesem Grund mit ferngesteuerten Tauchrobotern durchgeführt werden. Maßnahmen wie die Top-Kill-Methode haben leider bis jetzt keinen Erfolg gebracht.

Es gab bereits 1989 eine schwere Ölpest vor Alaska, diese wurde durch das Schiff Exxon Valdez ausgelöst, es ist eine der größten Umweltkatastrophen der Seefahrt. Das Schiff Exxon Valdez war damals auf dem Weg von der Öl-Verladestation der Trans-Alaska-Pipeline Richtung Süden, kurz nach Mitternacht lief das Schiff auf das Bligh-Riff in Süd-Alaska auf. Der Kapitän war zu diesem Zeitpunkt betrunken und er befand sich in seiner Kammer. Der übermüdete Dritte Offizier trug die Verantwortung und dieser versäumte es, nach einer Abweichung vom normalen Reiseplan, das Schiff Exxon Valdez wieder auf einen sicheren Kurs zurückzuführen. Bei diesem Öl-Unfall liefen ca. 40.000 Tonnen Rohöl aus und diese schädigten das Ökosystem, es wurden über 2000 km Küste verseucht. Als eine direkte Folge dieses Unglücks starben hunderttausende Fische, Seevögel und auch andere Tiere. Da die Ölreste immer noch nicht komplett abgebaut sind, sterben die Tiere schleichend, da diese das Öl über die Nahrung weiterhin aufnehmen.